Entlang der Stadtmauer von Drosendorf

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Drosendorf gehört zu den Stadtmauerstädten und ist jedoch die einzige Stadtmauerstadt mit der noch vollkommen geschlossen erhaltenen Stadtmauer - und genau deshalb haben wir uns heute auf den Weg dorthin gemacht.

Drosendorf liegt nur 30km von unserem Heimatort Horn entfernt doch noch nie waren wir bewusst dort - ja, weil man mal dran vorbei gefahren ist, weil man mal durch musste, weil man mal mit dem Reblausexpress gefahren war ... aber bewusst einen Ausflug dorthin hatten wir noch nie gemacht. Und heute vormittags hatten wir uns dann doch dazu entschlossen - und es war die richtige Entscheidung!

Drosendorf hat etwa 1200 Einwohner, also eine überschaubare aber dafür umso schönere Stadt. Dieses Gefühl der ruhigen und angenehmen Umgebung bekommt man schon, wenn man durch das Horner Tor in den Stadtkern einfährt - eine enge Gasse bringt einem an einem doch grosszügigen Stadtplatz.
Im Informationpavillion holten wir uns mal einen Folder um zu sehen was man denn hier so alles erleben kann. Und ich lüge nicht, wenn ich behaupte: jede Menge!

Wir haben uns für den etwa 2km langen 'Erlebnisweg Sommerfrische' entschieden, der einen Sparziergang entlang der Promenaden der Stadtmauer erlaubt - eine Zeitreise ins 12.Jahrhundert, als die Grafen von Pernegg eine befestigte Marktsiedlung anlegen liessen um dann, im 13.Jahrhundert rund um den heutigen Stadtkern den Mauerring zu erbauen.
Die Mauer integrierte 14 Türme, von denen ein Grossteil noch erhalten und restauriert wurde.
Der Promenadenrundweg, der um genannte Stadtmauer führt, ist immer wieder mit Informationstafeln bestückt, sodass man einen sehr guten Einblick in die Örtlichkeiten bekommt, an denen man gerade wandelt. Gärten, Grünflächen, Aussichtbuchten, Stiegen und Türen die einem in den Stadtkern bringen und viel Platz zum Seele-Baumeln-Lassen ... das bietet einem der Rundweg. Geht man mit offenen Augen den Weg entlang entdeckt man immer wieder Kleinigkeiten und Neues, die einem zum Staunen bringt. Zum Beispiel gefaltene Felsformationen unterhalb von ehemaligen Latrinenausbauten oder längst vergessene, aber gut in die aktuelle Botanik integrierte Mauerstücke mit Luken und Türen.

Nach dem Rundgang marschierten wir noch auf die Julienhöhe - dazu aber etwas weiter unten mehr.

Auf einem der unzähligen Wegweiser die Wanderrouten, aber auch kleinere Touren kennzeichnen, war auch die Julienhöhe zu erkennen. Diesen kurzen Marsch wollten wir noch gehen ... und auch hier war es wieder die richtige Entscheidung! Der Ausblick, der uns oben erwartete war einfach nur herrlich - wohl auch Dank dem noch schönem Wetter und der klaren Luft, die eine tolle Weitsicht bot.
Oben auf der Julienhöhe steht ein Aussichtspavillion, der natürlich auch zum Verweilen einlädt ...

Der Blick auf den Thayalauf, auf das Grün der Wiesen und Wälder und am Horizont die Dächer von Drosendorf und Drosendorf-Altstadt war ein belohnender Abschluss unseres Kurztrips nach Drosendorf!

Doch es gibt noch vieles zu erkunden und bestaunen - hier am Thayafluss in Drosendorf.

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