Ein Wochenende auf der Rax

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Ein Wochenende in Hirschwang an der Rax - im Seminar Parkhotel Hirschwang. Das Wetter war alles andere als freundlich, aber wir hatten uns auch diesesmal nicht geschlagen gegeben.

Anreisetag war Freitag der 2.August 2019, ein Freitag wie jeder andere ... wäre da nicht der Regen gewesen.
Unser Plan wäre eigentlich jener gewesen, dass wir vormittags anreisen, die Wanderung zum Karl-Ludwig-Haus machen und gegen 15:00h im Hotel einchecken. Nunja, das war ja dann doch nur ein Plan ...
Regen Regen und nochmals Regen haben uns dann dazu bewogen, dass wir den Plan ein kleinwenig ändern und versuchen indoor unter zu kommen:
So stand die Hermannshöhle in unmittelbarer Nähe, in Kirchberg am Wechsel, am Vormittagsplan.

Und es war gut so!
In der Höhle hatten wir uns für eine Führung angemeldet und diese dann auch mit einem echt lässigen Guide durchgemacht. Die Erklärungen waren kurzweilig und hoch interessant. Von allem ein wenig was - nicht zuviel an Info und auch nicht zu wenig. Die Entstehung der Höhle, die heutige Nutzung und das Leben der Fledermäuse wurde uns hier erklärt.
Die Führung war in etwa 1 bis 1,5 Stunden lang und führte uns etwa 4 bis 5 km durch das Innere des Gesteins. Viele viele Stufen rauf und runter - vergleichbar mit einem 15-stöckigen Hochhaus.

Da noch ausreichend Zeit blieb, bis wir einchecken konnten, fuhren wir noch weiter nach Gloggnitz zum Dr. Karl Renner Museum für Zeitgeschichte. ... ist ja quasi ein Muss für Sonja und mich ;-)

Auch hier kann ich nur den Daumen hoch halten - sovieles an Information über unsere Republik Österreich! Echt gut aufbereitet - wohl viel Lesestoff aber trotzdem so gut gehalten, dass auch dieser Besuch ein sehr kurzweiliger war.
Den gestalteten Aussenbereich konnten wir uns auch getrost in Ruhe ansehen, da es zur Zeit eine Regenpause gab.



Tag 2 auf der Rax ...

nun ja, nicht wirklich sonderlich besser, aber wir auch heute hatten wir uns einen Plan zurecht gelegt:
Das Karl Ludwig Haus sollte das Tagesziel sein - auch wenn wieder eine schwarze Wolkenglocke über das Raxmassiv hängt. Mehr als dass wir umkehren müssen, kann uns nicht passieren. Ausgerüstet mit Regenschutz waren wir, sodass uns bis auf evtl. Kälte das Wetter nichts anhaben sollte.

Wir starteten vom Parklatz Preiner Gscheid und nahmen den Schlangenweg nach oben. Nach ca. 1 Stunde überlegten wir, ob nur bis zum Waxriegelhaus gehen und abbrechen sollten, oder ob wir der bevorstehenden Wetterfront trotzen sollten. Wir entschieden uns für zweite Variante und es war gut so.

Erst die letzten Höhenmeter mussten wir mit echt unangenehmer und hoher Windstärke kämpfen. Gepaart mit Nebelnässe und teilweise Regen machten die letzten Meter zur Hütte keinen Spass mehr. Aber wir blieben dran und freuten uns umso mehr als wir dann in der warmen Stube eine warme und echt leckere Suppe zu uns nahmen.

Nach etwa einer Stunde Pause entschlossen wir uns wieder zum Abstieg. Zwischenzeitlich hatte es durchgehend zu regnen begonnen. Entsprechend packten wir uns mit Regenschutz ein und machten uns auf den Weg zurück. Die oben herrschenden Schlechtwetterbedingungen nahmen zunehmend ab und unten am Parkplatz schien dann schon wieder die Sonne ... die Regenglocke oben am Kamm blieb aber weiterhin hängen.

Aufstieg von 8:35h bis 10:40h inkl. Pausen für trinken, Fotos und Geocaching
Abstieg gleicher Weg etwa 1 Stunde

Sehr gute Beschilderung, gute ausgebaute Wege. Wunderbare Fernsicht, wäre da nicht die Wetterfront die stetig über den Kamm hing.
Karl Ludwig Haus ist absolut weiter zu empfehlen! Super Gastro und echt lecker Küche.

Ist die Tour zu empfehlen? Definitiv!!




Tag 3 - nun endlich ein Sonnentag auf der Rax ...

Der dritte Tag, und zugleich der Abreisetag sollte nochmals eine Wanderung auf der Rax mit sich bringen. Mit der Gondel rauf auf die Bergstation um dann den Weg zum Ottohaus zu nehmen und über den Seehüttenweg hin zur Neuen Seehütte.
Das Wetter war solala ... aber immerhin um ein Vielfaches besser als die letzten beide Tage. Etwas trüb und bewölkt - aber abwechselnd mit hellblauen Himmelslöcher, wo dann auch schon mal die Sonne durchgekommen ist. Die Luft war etwas kühl, sodass die Bekleidungswahl doch nicht die falsche war.

Der Seehüttenweg hin zur Neuen Seehütte ist leicht begehbar und kann durchwegs ohne Anstrengung erfolgen. In der Neuen Seehütte hatten wir dann eine etwas längere Pause gemacht um frisch gestärkt dann wieder zurück über den Steig der Preinerwand zum Ottohaus zu gelangen. Beim Preinerwand-Kreuz machten wir kurz Halt um ein paar Bilder zu ergattern - ist gar nicht so leicht, denn da kommen von unten viele Kletterer rauf und bevorzugen es tausende Selfies zu machen, ohne Rücksicht darauf, dass vielleicht andere Passanten gleiches auch vor haben ;-)

Im Ottohaus herrschte reges Treiben - hier hatten sehr viele Tagestouristen den (fast) sonnigen Tage genutzt um von der Bergstation her zum Ottohaus zu marschieren um dann die nächstmögliche Gondel wieder runter zu erhaschen.

Wir selbst machten einen Abzweiger zum Törl, ein "Loch" im Berg durch den der Törlweg rauf vom Tal zum Ottohaus führt.
Von hier weg gingen wir dann über die Edelweisswiese über den Kamm retour zur Bergstation.

Alles in allem eine angenehme Wanderung am Tag der Heimreise - nicht zu anstrengend und doch mit etwas Herausforderung.
Und schon jetzt planen wir den nächsten Trip hier rauf » 2020 wir kommen!

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