Eröffnung der Hutsaison 2017

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1. April 2017 ... wohl das sinnvollste Datum die Hutsaison zu eröffnen, oder? Ja, wir fanden das als korrekt ;-)
Nachdem wir aktuell intensiv auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für unseren Land Cruiser suchen (leider schafft unser alte Herr das Pickerl nicht mehr), den Weg nach Hollabrunn eingeschlagen haben, nahmen wir den Tagesausflug gleich auch zum Geocaching wahr.

Unser erster Halt war Roseldorf - wo ein stabiler Turm für die Beobachtung der Gross-Trappen erbaut wurde. Das Wetter einwandfrei - die Fernsicht noch viel viel besser!

Nachdem die Aussicht und die Klänge der "Kleintiere" genossen wurde, ging's weiter. Bereits kurz vor Hollabrunn wurden wir wieder jäh angehalten ... ein Denkmal, das wir in dieser Form bis dato gar nicht wahrgenommen hatten.
Damit war klar, dass wir auch hier Halt machen sollten ...

Nach der Autosuche in Hollabrunn machten wir uns weiter auf den Weg um die Heimreise anzutreten - mit Umwegen ... war klar, oder ;-)

Der Kraftplatz von St.Peter war der nächste Halt. Dort versuchten wir uns Glück und nutzten die Wärme, die in der Luft lag, auch in unseren Körpern zu bringen. Nun ja, hat nicht ganz so geklappt ... zumindest heute nicht - aber wir kommen wieder und versuchen erneut unser Glück.

An diesem Kraftplatz stand früher mal eine Wallfahrtskirche (St. Peter am Stein).

Beim Kreuz befindet sich eine genaue Beschreibung welche Stelle auf welchen Körperteil wirkt und wie die Kraft am besten wirkt. Dort befinden sich 12 Punkte (mit Klinkersteinen markiert), man soll in der richtigen Reihenfolge (sie sind nummeriert) jeweils mind 3 Minuten auf jedem Punkt stehen. Also nehmt euch etwas Zeit dafür, denn es kann ja kein Fehler sein, so etwas auszuprobieren. Wenn es nicht hilft, schadet es auch nicht! ;-)

Weiter ging es mit einem Abstecher zu einer Kirche - einer schönen grossen barocken Kirche ...

Nur wenige Fahrminuten weiter konnten wir über eine nicht mehr vorhanden Strasse einen Platz erkunden, der früher mal an der Schmugglerroute von bzw. nach Kleinhaugsdorf lag. Eine Strasse, die in Teilstücken noch vorhanden ist - heute als Parkplatz dient. Am Rande dieses Parkplatzes befindet sich ein Bunker ...
Welchem Zweck dieser Bunker heute dient, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Aber früher war er einer des österreichischen Bundesheeres und gehörte nach dem Ungarnaufstand von 1956 zum 'Schleinzer-Wall'. Nach dem Fall des eisernen Vorhanges wurde der Bunker demilitarisiert und dürfte sich heute in Privatbesitz befinden.

Den lässigen Abschluss unseres Ausfluges machte das noch hier erwähnte Teufelsauge - eine Gesteinsformation die zum Verweilen einlädt.

Das Teufelsauge auf dem Altenberg in Zellerndorf ist die markanteste Steinformation in dem Trockenrasengebiet nördlich des Ortsgebiets.

Die Granitformation als sogenannte Wollsackverwitterung stammt noch aus dem Erdaltertum (350-500 Millionen Jahre alt), während die Umgebung des Altenbergs aus dem Erdmittelalter stammt (15-30 Millionen Jahre), als das Sarmatische Meer das Weinviertel bedeckte. Das Zentrum des Teufelsauge ist (fast) ständig mit Wasser gefüllt, da es sich als "artesischer Brunnen" selbständig füllt.

Ein paar Meter oberhalb besuchten wir auch noch das dort errichtete Kreuz und genossen den Ausblick, die Sonnenstrahlen und den stetigen aber warmen Wind ...

Ein Tag, ein Ausflug, den Sonja und ich als Einstieg in die Saison als sehr gut empfunden haben. Wenn auch das Weinviertel landschaftlich nicht immer so mein Geschmack ist, so verbirgt es immer wieder sehr schöne Plätze!
Einen Ausflug, oder mehrere, ist's immer wieder wert!

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