Kärnten im Mai 2015

von

Nachdem Sonja und ich das Landrovertreffen in Slowenien frühzeitig abgebrochen hatten (wetterbedingt - ich hatte berichtet), machten wir uns auf den Weg in Richtung Heimat/Waldviertel. Wir wählten aber in Kärnten den Weg entlang der slowenischen Grenze und nutzten die Zeit unserem gemeinsamen Hobby, dem Geocachen, zu fröhnen um so wieder neue, teils wunderschöne Plätze zu sichten.

01.Mai abends

Noch in der Nacht vom 01.05. auf 02.05.2015 fuhren wir über den Pass von Slowenien nach Österreich um doch spätabends ein Quartier für eine Nacht ausfindig zu machen. Nachdem wir uns aber erst sehr spätnachmittags bis abends entschlossen hatten, das LRT 2015 zu verlassen, brachen wir bereits bei Finsternis, Nebel und sehr schlechter Sicht nach Österreich auf.
Leider wollten unsere Augen eine notwendige, nein, eigentlich die korrekte Abzweigung nicht wahrnehmen, sodass wir uns nächtens - eigentlich sehr überraschend - hoch oben am Pass Predil bei versperrter Strasse wiederfanden. War uns doch die Anfahrt sehr bekannt vorgekommen, hatten wir noch gesprochen wann ich hier das letzte mal entlang gefahren waren, mussten wir uns letztendlich eingestehen, dass wir uns verfahren hatten.
Aber ich muss gestehen, dass die Stimmung draussen bei Nebel bei sinkenden Temperaturen, super hoher Luftfeuchtigkeit und Finsternis etwas mystisches ansich hatte ...
Also wieder umkehren und die richtige Abzweigung finden - und genau diese fanden wir dann auch und schafften es dann letztendlich bis etwa 22:00 Uhr nach Villach um dort in einer Autobahn-Übernachtungs-Möglichkeit unseren wohlverdienten Schlaf zu bekommen.

02. Mai

So unangenehm der letzte Abend war, so herrlich war der Blick aus dem Fenster nach dem Aufstehen! Blauer Himmel, Sonnenschein und Kärnten ... was willl man mehr ;-)
Tagesplan: ordentlich frühstücken und dann Etappe für Etappe weiter in Richtung Heimat. Um den Autobahnen bewusst auszuweichen und Landstrassen entlang der Grenze zu wählen wagten wir uns dann einfach mal rund um den Wörthersee in Richtung Reifnitz, wo wir aber rasch feststellen mussten, dass das aber überhaupt keine gute Idee war! » Wörthersee im Mai heisst Ausnahmezustand für die Gegend » GTI-Treffen!!
Nach schier entdlosen Fahrten im Schrittempo durch Dörfer die wir versuchten als Ausweichmöglichkeit zu nutzen schafften wir es dann letztendlich doch noch soweit abseits zu gelangen, dass wir nur noch vereinzelt die jungen, sportwagenbegeisterten Menschen antrafen.
So unangenehm dieses Erlebnis war, so toll fanden wir es wieder! Denn das Flair in den Dörfern, wo sich abertausende begeisterte Motorsportfans auf den Strassen befanden um dort Spass zu haben, war etwas unbeschreibliches ... eine lässige Alternative zum relaxten cruisen auf Schotterpisten ;-)

03.Mai

Nachdem wir die Nacht in einem Gasthaus verbracht hatten, machten wir uns nun weiter auf dem Weg. Ausgibig gefrühstückt und dann noch eine Rundwanderung in die anliegenden Wälder ...
Auch wenn wir uns im Bärengebiet befanden, so konnten wir leider keinen begegnen. Dafür aber begegneten wir auf einem aufgelassenen Freizeitareal einem lieben, netten kleinen Gesellen - eine Fledermaus die wir aus ihrem Quartier beim Heben eines Geocaches verscheuten. Ein paar Bilder von dem lässig anzusehenden Tierchen und schon wurde es wieder in eine der unzähligen Mauerritzen der Badehütte gebracht.

Unsere Fahrt führte uns dann weiter - ein wenig links und rechts stehenbleiben und schauen, begutäugeln und geniessen.
Auf dem Weg trafen wir auch eine echt gut erhaltene Burg an » leider konnte ich den Namen nicht mehr eruieren ... Sie befindet sich in Privatbesitz und liegt an einem hohen Punkt, von dem man auch sehr schön an den naheliegenden Bergkamm sehen kann. Dort oben hatten wir dann auch den Ausblick und die Ruhe genossen.

Das Schöne an dieser Reise war natürlich die Unabhängigkeit - einfach mal stehen bleiben, wenn's grad schön war, wenn grad mal der Hunger nagt, wenn man eine Pause braucht ...

Was wir von dieser Kurzreise mitgenommen haben: Nach Regen kommt wieder Sonnenschein!
Der Weg von Slowenien über Kärnten zurück ins Waldviertel, ausgedehnt auf mehrere Tage, gepaart mit Abenteuer und einigen Fixpunkten ist immer wieder eine Reise wert. Landschaftlich haben beide Länder sehr viel zu bieten und wir konnten wirklich nur einen Bruchteil der Schönheiten besuchen.

Zurück