Klagenfurt im November

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Sonja und ich besuchten Mitte November dieses Jahres einen sehr lieben Menschen in Klagenfurt - sie verbrachte gesamt sechs Wochen dort, und ein Wochenende mit uns ...

Freitag, 11.11.2016 war Anreisetag - Sonja und ich machten uns gleich nach der Arbeit auf den Weg in Richtung Süden. Der Anreiseweg führte über St.Pölten, das wir um diese Wochen- und Tageszeit als sinnvoller erachteteten. Wohl im Wissen, dass es einige Kilometer mehr bedeutet, war die Umfahrung von Wien eine kluge Entscheidung ;-)

Wenige Tage zuvor buchten wir über ein Webportal ein nettes Hotel für zwei Nächte, die wir dann vor Ort auf drei Nächte ausweiten sollten. Somit war das Hotel Atrigon das Tagesziel, welches wir, fast auf die Minute genau, so gegen 18Uhr erreichten. Das Zimmer war rasche bezogen und so hatten wir abends noch Zeit um uns den Bauch vollzuschlagen, einen Glühwein zu trinken und ... genau, es war der 11.11. und nachdem wir ja Doserlfreaks sind, wohnten wir abends - genauer gesagt, um 11:11h (also 23:11 Uhr) bei der Linie 11 in Klagenfurt einem Geocaching-event bei. Der (Kurz)event war rasch vorbei - nun ja, eigentlich gibt's dazu auch einige Zahlen: es ging darum mit zwei Würfel Narrenzahlen zu würfeln, also jeweils Doppelzahlen - und Anzahl der cacher, die anwesend waren, war die 22 - das event war in 11 Minuten erledigt und um 23:44h verliessen wir die location ;-)

Der zweite Tag begann etwas trüb - doch nach reichhaltigem Frühstück und entsprechender Bekleidung, war auch das vergessen.
Bemerkung: das anfänglich trübe Wetter hatte sich im Laufe des Tages als einen herrlichen Herbsttag entpuppt!

Der Plan des Tages war einfach: vormittags die Gegend erkunden - mit Hilfe der Geocaching-Karte war dies ja super einfach und uns dann mit Monika, der eigentliche Grund dieser Kurzreise, treffen. Monika sollten wir so gegen 13Uhr am Platz des Lindwurmes treffen. Somit war ausreichend Zeit uns die Füsse zu vertreten.

Gegen 13Uhr liessen Sonja und ich dann am Platz auf einen Glühwein nieder und wollten die Zeit bis zum Treffen mit Monika hier verbringen - aber wir mussten nicht allzu lange warten, denn Monika kam dann auch schon alsbald mit raschen Schritten auf uns zu. Die Freude war gross ... ein Wiedersehen das uns zu einem weiteren Glühwein gezwungen hatte ;-)
Nach ein paar Getränken entschlossen wir uns von Monika, die die Stadt ja nun bereits so gut wie ihre Westentasche kannte, noch eine Führung zu geben um dann den Weg zum See, zum Wörthersee anzutreten.

Klagenfurt um diese Jahreszeit ist einfach nur herrlich! Der Tourismus hält sich in Grenzen, die Temperaturen sind erträglich und die Stimmung war einfach nur genial - eine Mischung, die die Stadt nochmals heller erglänzen liess, als sie es ja sowieso schon ist. Sie ist zum Erkunden sehr rasch verständlich - also verlaufen geht gar nicht, denn irgendwie ist die Aufteilung der Strassen und Gassen sehr simpel. An jeder Ecke findet man Neues zum Bestaunen und vor allem zum Ablichten :-)
Mittlerweile war der Himmel wolkenlos und das tiefe Blau des Himmels erstrahlte unsere Gemüter noch zusätzlich. Der lange Weg zum See war im Nu zurückgelegt ...

Dann war er da - der Wörthersee - der See im November - vorweihnachtlich, bei blauem Himmel. Die Temperaturen erträglich, wenn nicht schon fast ein wenig zu warm. Wir liessen uns direkt am See auf eine Getränk nieder um zu plaudern, zu lachen und zu philosophieren ... bis dass die Sonne am Horizont verschwand ...

Tag drei unseres Aufenthaltes wurde schlicht am Vortag verlängert - eigentlich sollte dies bereits unser Heimreisetag sein, doch wir hatten beschlossen, die Gesellschaft mit Monika noch einen weiteren Tag zu nutzen. Das Wetter wurde als weiteren herrlich blauen Tag angekündigt, die Laune war auf einem Höhepunkt und Monikas Befinden zeigte sich als in Ordnung, sodass die Entscheidung wohl die Richtige war.

Wir trafen uns am frühen Vormittag um einen Ausflug nach Velden zum machen - die Promenade hin- und her zu schländern, zu plaudern und das herrliche Wetter zu geniessen.
Velden um diese Jahreszeit ist ausgestorben. Obwohl alle Geschäfte (ja, auch sonntags) geöffnet haben, lassen sich kaum Touristen blicken ... leer ... fast unheimlich ... aber trotzdem ein herrliches Gefühl.
Beim Schloss am Wörthersee gab's ein Photoshooting einer Hochzeit, am Steg wurden Enten gefüttert, der Park war leer aber die Grünfläche lud zum spielen ein. Die Cafes und Restaurants hatten geschlossen - wir aber setzten uns im Hotel Post in den sonnigen Gastgarten und verbrachten dort unsere Zeit. Die nette Hotelbelegschaft versorgte uns mit Kaffee, sodass auch dieser Ausflug mit dem Reiz des Alleinseins in gemütlicher Runde absolviert wurde.

Der Nachmittag führt uns auf's Kreuzbergl, von wo man einen herrlichen Blick über Klagenfurt bekommt. Von dort weg sind's nur wenige Gehminuten in das Restaurant Hotel Schweizerhaus am Kreuzbergl. Bei Exzellenter Küche und echt schönem Ambiente nahmen wir das Abendessen - und stärkten uns damit für den Heimweg, den wir dann bereits bei stock dunkler Nacht angetreten hatten.
Monika begleitete uns noch bis in den Maria Theresia Park, von wo weg wir unsere Wege dann getrennt fortsetzen. Wieder war ein herrlicher Tag mit Monika vorbei ...

Nun war er da, der Tag der Heimreise ... schade!
Wir hatten zwei wunderbare Tage mit Monika verbracht - in einer Stadt die auch im November, ausserhalb der Touristensaison vieles zu bieten hat! Wenn ich wählen könnte, zwischen Sommer- und Wintersaison: ich würde sofort zweiteres nehmen! ;-)

Der Heimweg wurde über die Landstrassen gewählt - wir hatten ja den ganzen Tag verfügbar, sodass wir die Route über das Klipitztörl wählten und damit auch noch die Berglandschaften mit Schnee und Sonne geniessen konnten.
Raus aus dem Ländle rein ins Erzgebirge, das nicht minder unspektakulär zum Ansehen und befahren ist.

Gebirge, Schneefelder, Sonne, der Wörthersee, Klagenfurt und zwei nette Menschen mit genialen Gesprächen und Stunden um mich ... dies alles bedarf keiner Zusammenfassung - dies alles war einfach nur traumhaft!

Danke Monika, Danke Sonja für den herrlichen Ausflug!

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