Land Rover Defender - die Probefahrt

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Mitte Februar war ich bei der exklusiven Präsentation des neuen Land Rover Defender mit dabei (ich hatte hier berichtet) - und jetzt endlich durfte das neue Fahrzeug auch live getestet werden.

Schon bald nach der Information, dass unser ortsansässiger Rover Händer, das Autohaus Lehr, konnte ich einen Termin für eine Probefahrt vereinbaren - natürlich sollte der Termin zeitnahe zu Christoph's Geburtstag fallen, sodass es auch ein kleines Vorab-Geburtstagsgeschenk sein konnte. Somit war der Termin vereinbart und der Probefahrttag war nun auch da ...

Im Ausstellungsraum durften wir das Ausstellungs-KFZ nochmals begutachten und über einige Eckdaten zum Probefahrt-Defender der neuen Generation informiert werden. Unser Defender war ein LAND ROVER DEFENDER 110
Typ D240 Twinturbo Diesel AWD
Leistung 177kW/240PS
Verbrauch ... nun ja, ich denke dass dieser Wert Nebensache sein darf

Da wäre zum Beispiel bereits serienmässig folgende Ausstattung mit dabei:
○ Terrain Response
○ Elektronisch geregelte Luftfederung
○ Verteilergetriebe, zweistufig
○ 19" Leichtmetallfelgen
○ LED-Scheinwerfer
○ Fernlichtautomatik
○ 10" PiviPro inkl. Connected Navi Pro
○ Einparkhilfe 360°
○ 3D-Surround-Kamera inkl. Ground View
○ Verkehrszeichenerkennung
○ 12,3" TFT Instrumentendisplay
○ Vordersitze 12-fach (6-fach elektr.)
○ Genarbtes Leder
○ Seitenteile aus robustem Stoff
○ Aussenspiegel, elektr. mit Abblendautomatik
○ Land Rover Soundsystem 180W

Gegen Aufpreis gibt es aber noch eine Vielzahl an features, die dann auch noch mit konfiguriert werden können - folgende, der vielen Zusätze die im gefahrenen Modell mit dabei waren, möchte ich hier hervorheben, da sie sehr sehr nützlich und lässige gadgets sind:
○ Fahrassistenz-Paket » somit macht der Defender schon fast alles von alleine
○ Innenrückspiegel, Smart View » anstatt des Spiegelbildes wird über eine Kamera ein Livebild des "hinter mir" eingespielt. Ein weiter, guter Winkel, sodass doch ein grösserer Ausschnitt der rückwärtigen Geschehnisse dargestellt werden.
○ Dunkel getönte Scheiben » ein angenehmes Licht im Innenraum - und von aussen schwerer erkennbar, was man so im Innenraum macht ;-)
○ Aktives elektr. Sperrdifferenzial » war bei der Probefahrt schon mal von Vorteil
○ Keyless Entry » endlich kein Schlüsselstecken mehr ...

Aber nun mal weg von der trockenen Thematik, die aber für uns mindestens genauso wichtig für das Ausprobieren und Gustieren war - solltet ihr euch unbedingt auch mit anhören und dann aktiv damit fahren oder bewusst weglassen. Es hat sich extrem viel getan in der Technik, Technik die Spass mit sich bringen aber auch Technik, die das ehemalige Fahrverhalten des Defenders ad absurdum treibt.
Zusammengefasst zum Fahrverhalten möchte ich aber diese Schlagworte notieren:
• Strasse ideal
• Stock und Stein ideal
• es lässt kaum Wünsche übrig
• ruhig und gelassen im Stadt- und auch Überlandverkehr
• spursicher und angenehm
• geräumig und ein sicheres Gefühl

Wie waren wir unterwegs?
Von Horn weg fuhren wir in Richtung Irnfritz auf der Landstrasse - hier wollte vor allem ich selbst das Fahrverhalten bei Steigung mit Tempomat testen. Bei den erlaubten 100km/h Tempomat rein und selbst schalten lassen: sauber und suverän geschafft, auch zu dem Zeitpunkt, wo ich abbremsen musste, weil ein KFZ von einem Waldweg rauskam. Das bedingte Abbremsen war aber nicht weiter schlimm, denn der Defender war sofort wieder in Fahrt, nachdem ich das KFZ überholen konnte.

Den zweiten Testweg schlugen wir in Richtung gewerblichen Steinbruch am Schauberg ein - ein geschotteter Zufahrtsweg bis hin zum Steinbruch. Dort hatten wir den Wendekreis und das Reversieren getestet. Trotz Wendekreis von 12.60m lässt sich der Defender auch auf schmalen Wegen gut mit Hin- und Herschalten und sich wenden lassen.
Der 'Hold'-Modus, der sich bei leichten Steigungen hinzuschaltet, sodass das Fahrzeug nicht wegrollen kann hielt auch unseren Versuchen statt.

Danach ging es wieder zurück nach Horn um uns dort auf eine etwas unwegsamere Fläche zu begeben, und Dank Regen am Vortag war der Untergrund dort entsprechend glitschig und nass. Hier konnten wir uns auf leichten Steigungen in Spurrinnen und stark holpriger Umgebung bewegen.
Start-Stop auf der Steigung oder im Rückwärtsgang Steigungen erglimmen, Wendekreis und Luftfederung, Differenzial und in der Untersetzung - all das konnte getestet werden und wir wurden in keiner der Situationen enttäuscht ... ausser in einer: die Bereifung :-)

Die Bodenfreiheit von fast 300mm benötigten wir auch in unsere Probefahrt, da die Spurrinnen wohl augenscheinlich nicht wirklich tief waren, aber trotzdem tief genug, sodass wir auf hervorstehenden Steinen aufzusitzen vermuteten - also kurzhand elektronisch nach oben gepumpt und schon war's kein Thema mehr.
Die Rundumkameras sind speziell in solchem Gelände ideal, um jederzeit zu erkennen wie und wo man unterwegs ist - wie wir dann im Stadtverkehr erkennen durften, schalten sich die Kameras mit einer „Fehlermeldung“ ab 30 km/h weg. Sprich, die Rundumkameras sind für's Gelände und den Parkvorgang echt eine ideale Sache. Die Kameras können auch einzeln ausgewählt werden und im gleichen Modus kann auch eine simulierte 3D-Ansicht gewählt werden.

Das Bedienfeld, welches sich mittig am Amaturenbrett befindet ist gut erreichbar und sehr intuitiv aufgebaut. Ab und an mal kamen mir die Bedien-Icons etwas nahe beieinander vor, sodass es schon mal einer grösseren Aufmerksamkeit braucht sie zu finden und zu bedienen » dies könnte eine doch grosse Ablenkung im aktiven Fahrvergnügen darstellen.
Doch ich denke, dass wenn man den Defender im Alltag und täglich bedient, dass sich das Suchen+Finden der entsprechenden Icons wieder fast blind erledigen lässt.

Platzbedarf im Innenraum: absolut kein Thema! Auch die Thematik des Schulterschlusses mit dem Fahrertürfenster exsistiert nicht mehr - war aber klar, oder?
Platzbedarf bei umgeklappter Rücksitzbank: genial grosses verfügbares Volumen - auch dem fast rechteckigen Hecktürenauslass gedankt, bietet der Defender super viel Platz.

Was ich aber in diesem Zusammenhang vermerken möchte -und da muss ich ein wenig ausholen:
in meinem Land Cruiser habe ich mir bei umgelegter Rücksitzbank ein Holzgestellt mit Matratzen zum Schlafen eingebaut - 183cm Länge sind hier ideal, sodass ich auch noch mit ausgestreckten Beinen ruhig schlafen kann ... hier hinkt der Defender aber nach: 1.763/1.789mm sind dann zum angenehmen Schlafen doch ein bisschen wenig » müsste aber ausprobiert werden ;-)


So, habe ich etwas vergessen? Nein, ich denke nicht - falls ja, lasst es uns auf Facebook wissen und wir werden versuchen zu antworten/erklären.
Danke nochmals an dieser Stelle an das Autohaus Lehr in Horn, im Speziellen an Michael Kreuzer, der uns immer in ewiger Geduld unsere Fragen zu Land Rover beantwortet.

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