Rax - Waxriegelhaus

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Ein verlängertes Wochenende im Seminar Parkhotel Hirschwang, und damit direkt unterhalb der Rax, stand am Programm. Den Anreisetag nutzten wir noch für ein Kurzwanderung zum Waxriegelhaus.

Vormittags sind wir losgefahren und am frühen Nachmittag sind wir in Hirschwang angekommen. Da wir erst gegen 15 Uhr im Hotel einchecken konnten, wollten wir noch eine kurze Wanderung machen - und die Wahl fiel auf: vom Preiner Gscheid weg, rauf zum Waxriegelhaus.

Mit etwas weniger als 1 Stunde Gehzeit, ist die Wanderung wirklich kurz - dafür aber nicht minder anstrengend, denn eigenlich geht der ausgetretene Weg stetig bergauf. Umso besser hatte dann oben das Erfrischungsgetränk geschmeckt.
Alternativ zum Wandersteig könnte man auch den Forstweg hoch begehen - dieser führt in Serpentinen ebenfalls direkt zur Gaststätte - diesen Weg hatten wir aber nicht genommen. Das Waxriegelhaus liegt auf 1361m und lädt mit den vielen Köstlichkeiten und dem Waxriegelbier zum Verweilen ein. Wie die Tafel am Startpunkt des Wanderweges verrät, kann hier auch genächtigt werden. Mehr Info findet ihr auf der Webseite der Naturfreunde.

Beim Aufbruch zurück zum Parkplatz wurde ich von einem jungen Mann vom Team des Waxriegelhauses angesprochen, ob ich denn etwas für Martin mit runter nehmen könne. Auf halber Wegstrecke steht da eine Almhütte auf der seit mittags „gefeiert“ wird, und dort würde ich Martin auch antreffen. Ja, die lustre Gesellschaft war uns schon beim Raufgehen aufgefallen - dachten aber hier in erster Linie an eine Partie, die das Wochenende hier auf der Alm verbringen würde.
Weit gefehlt, wie sich dann schlussendlich herausstellte ... bei besagter Hütte angekommen und meiner Frage in die Runde nach Martin, meldete sich auch gesuchter Martin - Martin Tod, der Waxriegelwirt. Dankend, dass ich ihm das bereits erwartete Paket überreichte, wurden wir auf ein Bier und einen Zirbenschnaps eingeladen und kamen sodann auch in ein nettes Gespräch.
Das vermeintliche Partie-Wochenende stellte sich als Vorbereitung auf den Almabtrieb heraus. Martin, der das Weidevieh auf seiner Alm über die Sommermonate bewirtschaftet, lud die Bauern ein, gemeinsam mit ihm zu feiern und sich auf den Abtrieb vorzubereitên. Bereits mittags wurde das gesellschaftliche Ereignis in der Runde der Bauern und Hirten mit Kistenfleisch zur Stärkung begangen. Eine gemeinsame Feier, bis schlussendlich so gegen 16 Uhr die Kühe geschmückt werden und dann gemeinsam für die Wintermonate in die Talstallungen getrieben werden. Danke an dieser Stelle nochmals an Martin!

Ein Almabtrieb, wenn auch in kleinem Rahmen und „familiärer Runde“ ... soetwas hatten wir noch nie erlebt, sodass wir uns nach dem Check-In im Hotel entschieden, nochmals rauf zum Preiner Gscheid zu fahren um uns das kurze Spektakel anzusehen. So schnell die Kühe auf den Parkplatz runter kamen, so schnell waren sie auch schon wieder hinter der nächsten Strassenkurve in Richtung Tal verschwunden. Kurz und intensiv - aber sehenswert!

Mit diesem netten Kennenlernen mit Martin und dem wohl nicht alltäglichen Erlebnis eines Almabtriebes ging dieser (Anreise)Tag dann auch schon wieder zu Ende und wir freuten uns schon auf noch kommenden zwei Tage Wandern in der Rax-Region.


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