»tut gut«-Wanderweg Raabs an der Thaya

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„Raus mit Euch - Los geht's - Leben pur“ ... so steht es auf der »tut gut«-Wanderweg Webseite.
Dem entsprechend hatten wir uns für heute eine Runde im unmittelbaren Nachbarsbezirk, in Raabs an der Thaya ausgesucht, um dort eine nette und feine Runde zu marschieren.

Gestartet sind wir noch am Vormittag, gegen 10:30 Uhr, direkt in Raabs. Der Parkplatz, am Start der Runde, befindet sich vor dem Thaytal Vitalbad. Von dort weg könnt ihr euch drei Routen aussuchen.
Route 1 ... 2,5km
Route 2 ... 9km
Route 3 ... 13,7 km
Wir hatten uns für Route 3 entschieden, um unsere lahme, Corona-geschlaffte Muskulatur wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen.

Gut die Hälfte der Strecke, also der erste Teil, führt entlang der wunderschönen Thaya - vorbei an der Reismühle, der Hahnmühle und dem Wohlfühlhotel, der Liebnitzmühle. Trotzdem, dass die Waldwege zum Wandern sehr gut begehbar sind, würde ich doch für den ersten Teil festes Schuhwerk empfehlen, da viel Wurzelwerk und Felsteile den Weg säumen. Kinderwägen ... würde ich verneinen - für (Klein)Kinder würde ich ja sagen. Manchesmal sind die Steige etwas schmal, aber trotzdem bei Obacht gut überwindbar.
Eine Mischung aus Wald, Waldlichtungen, Felsformationen und flachen Wiesen macht den Reiz der Gegend hier aus. Mit keinem Meter wird einem langweilig, weil man immer wieder etwas an Naturpracht zu sehen bekommt.
Der heutige Tag, war frei von Insekten - vor allem Gelsen, so denke ich, sind bei schwülem Wetter so nahe am Gewässer ein Thema. Auch die Tagestemperatur, die bei ca. 20°C lag, war ideal zum Marschieren.
Am Wegesrand findet man immer wieder Möglichkeit, um ein wenig zu verschnauffen, so auch bei der Plapperthütte. Was die Plapperthütte denn ist, kann man an den Infotafeln des 'Graselweges' lesen. Den Graselweg begleitet einem hier immer wieder ein Stück - dieser führt von Raabs nach Speisendorf, auf gesamt 14 km.

Was hier stark erkennbar und zugleich unheimlich erschreckend ist, sind die vielen Rodungsflächen, die bedingt durch den Borkenkäferbefall geholzt werden mussten. Aber leider nicht nur die bereits vorhandenen Rodungen, sondern all die vielen dürren Baumflächen die noch zu roden sind. Hier erkennt man das Ausmass des Schädlings sehr stark.

Bis zur Liebnitzmühle ist man fast ausschliesslich auf Waldwegen unterwegs - nach Liebnitz, bis Speisendorf, ändern sich die Wege: asphaltierte Agrarwege weisen bereits darauf hin, dass die erste Wegstrecke nun vorbei ist und das angenehme Waldklima zur Neige geht.
Von Speisendorf bis nach Raabs ist man dann 6 km auf einer Schotterstrasse, gesäumt von Bäumen unterwegs - eine Baumallee mit etwa 230 Bäumen, ein Naturdenkmal das einem vergessen lässt, dass man „nur“ auf einer geraden Strecke in Richtung Ziel unterwegs ist. Wer Alleen und Schotterstrassen, oder die Kombination aus beiden, mag, der ist hier gut aufgehoben ... meine Lieblingskomibnation wird das sicher nicht werden.

Nach knapp 4 Stunden kamen wir dann wieder in Raabs an - mit einer Pause von etwa 20 Minuten, waren wir gut unterwegs und die angeführte Gehzeit von 4 Stunden konnten wir auch einhalten. Vieles an Bildmaterial ist entstanden und viele Eindrücke konnten wir auch ohne Foto einfangen.

Das Wetter und die Strecke haben gepasst - und Route 2 ist dann ja auch noch hier!

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