Die Wehrkirche Strögen

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Die Wehrkirche Strögen war der Ausgangspunkt meiner heutigen Runde. Vorbei an der an der Kleinen Taffa liegenden Strögener Mühle gings nach Altenburg/Hutbigl und wieder zurück.

Ich hatte mir heute ein doch einfache Runde zum Erwandern ausgesucht - etwa 7 Kilometer lang und etwa 2,5 Stunden zum Marschieren.
Die Route startet bei der Wehrkirche, der ehemaligen Burg Strögen, folgt einen Weg runter zur Kleinen Taffa, wo man an der Strögener Mühle entlang vorbei kommt. Durch den Wald an der anderen Seite des Gewässers geht es weiter in Richtung Altenburg - wo man auf die Verbindungsstrasse Gross Burgstall - Altenburg gelangt.
Bevor man aber noch weiter nach Altenburg geht zweigt man wieder links über den Hutbigl, vorbei am Kiliankreuz in Richtung Horn ab. Noch vor der Bundesstrasse hält man sich wieder links um zur Wehrkirche zurück zu kommen. Hier quert man auch nochmals die Kleine Taffa - spielt das Wetter mit, dann kommt man hier trocken rüber ... denn es kann schon mal sein, dass man diesen Weg mit Wasser quert.

Das Wetter hatte heute nicht so wirklich gepasst - stark nebelig und doch sehr kühle Luft bis kalter Wind. Bedingt durch die leichten Plusgrade waren auch die Wege morastig, sodass man ab und an schon mal auf links und rechts vom Weg ausweichen musste. Doch dies stört einen Outdoorfreak nicht wirklich :-)

Der Weg grösstenteils sehr leicht begehbar - doch nicht durchgängig Kinderwagen tauglich. Kleinkinder sollten schon soweit trittfest sein, dass sie, speziell zu Beginn der Runde auch auf den eher schmalen Wegen Schritt halten können. Landschaftlich eine augenweide ... sofern es nicht, wie eben heute, stark nebelig ist.

Die Strögender Mühle ist sehr schön renoviert und macht doch den Eindruck, als wäre hier noch gestern aktiv das Mühlenrad gelaufen.
Die Wehrkirche Strögen zeigt sich auch bei Nebel impossant. Blickt man ein wenig tiefer in das Gelände, so erkennt man erst, wie gross die Gesamtanlage doch ist. Von der Bundesstrasse aus, erkennt man wohl die wuchtige Kirche und die Steinmauer, aber dass hinter der Kirche noch ein riesen grosses Gehöft ist, erkennt man so nicht.

Erwähnt wurde die Kirche erstmals 1265 und urkundliche Aufzeichnungen von einer Einverleibung der Pfarre Strögen im Jahre 1350. Doch bereits um 1135 findet sich unter den Lehensrittern der Witwe Adelheid von Hohenburg ein Dietmar von Stregen und um 1223 ein Ritter Hesso von Strögen.
Die Pfarre soll Anfang des 13.Jahrhunderts vom Grafen Gebhard von Regebau dem Stift Altenburg übergeben worden sein.
In den Hussitenkriegen wurde die Kirche durch Feuer zerstört, wieder aufgebaut und 1437 wieder geweiht. 1619 wurde die Kirche und der Pfarrhof durch die "Rebellanten" zerstört - danach neu gewölbt und es wurden acht Strebepfeiler eingesetzt. 1663 gab es Unstimmigkeiten mit den Jesuiten von St. Bernhard und erst von 1785 an bewohnten die jeweiligen Pfarrer den Pfarrhof.

Quelle: Wehrbauten Österreich - Strögen

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